Lumen, Lux

& LED

Wie wird Licht gemessen? Was ist Candela, wie genau funktioniert LED und was genau hat es mit dem Farbwiedergabeindex auf sich?
Auf die wichtigsten Fragen rund ums Licht finden Sie hier die richtigen Antworten und Definitionen.

Lichtstrom / Lumen

Lichtstrom wird in Lumen gemessen. Lumen geben an, welche Gesamtlichtmenge ein Leuchtmittel abgibt. Gemessen wird dies direkt an der Lichtquelle. Je höher der Wert ist, desto heller ist das Leuchtmittel.

Bei der Glühbirne steht ein anderer Wert im Fokus: Watt. Die Leistung ist umso höher, je höher die Watt-Zahl. Allerdings gibt dieser Wert nicht – wie Lumen – an, wie viel Lichtleistung abgegeben, sondern wie viel Energieleistung aufgenommen wird. Je mehr Watt eine Glühbirne hat, desto mehr Strom verbraucht sie.

Eine 100-Watt-Glühbirne beispielsweise hat 15 Lumen pro Watt. Eine LED hingegen kommt auf stolze 130 Lumen pro Watt, ist also deutlich leistungsstärker und dabei auch noch viel energiesparender.

Beleuchtungsstärke / Lux

Die Beleuchtungsstärke wird in Lux gemessen. Dieser Wert besagt, wie viel Licht von der Gesamtlichtmenge tatsächlich an einem bestimmten Punkt ankommt. Bei einem Badspiegel beispielsweise wird die Beleuchtungsstärke der Lichtquelle im Gesichtsfeld vor dem Spiegel gemessen. Ein Vergleich: Licht für Make-up sollte eine Beleuchtungsstärke von 300 – 400 Lux haben.

Die ideale Arbeitsplatzbeleuchtung ist laut Richtlinie auf 500 Lux festgesetzt. Das Sonnenlicht kann sogar bis zu 50.000 Lux stark sein. Die Beleuchtungsstärke hängt dabei nicht nur von der Leistung des Leuchtmittels an sich ab, sondern auch von Reflexionen an einer hellen oder dunklen Oberfläche.

Licht-emittierende Diode / LED

LED kommt ursprünglich aus dem Englischen und steht für light-emitting diode. Es ist das Leuchtmittel „von heute“ und wird auch das Leuchtmittel der Zukunft sein, da es sich in den letzten Jahren technologisch enorm weiterentwickelt hat. Aus diesem Grund findet es auch bei unseren Lichtspiegeln vorwiegend Anwendung.

Eine LED besteht aus einem LED-Chip, einem Reflektor mit Kontakt zum Minuspol (Kathode), einem Golddraht mit Kontakt zum Pluspol (Anode) und aus einer Kunststofflinse, die alle Bauteile vereint. Die LED-Lichttechnologie bringt viele Vorteile mit sich. Sie ist filigran, äußerst energiesparsam und frei von Quecksilber oder anderen Schadstoffen.

Farbtemperatur / Kelvin

Die Farbtemperatur wird in Kelvin gemessen. Dabei kann Licht von warm bis kalt wirken. Je höher der Rotanteil in dem Farbspektrum des Lichtes ist, desto wärmer nimmt man das Licht wahr. Je höher der Blauanteil ist, desto kälter wirkt es.

Das Warmlicht steht für Gemütlichkeit, Wohlfühlen und Entspannung. Es wird zum idealen Licht zum Baden oder auch zum Schminklicht für ein Abend-Make-up. Das Mischlicht empfindet man als natürlich und es eignet sich darum sehr gut, um sich für den Tag zu stylen. Das Kaltlicht wirkt mit seinem höheren Blauanteil anregend und kommt im Bad einem funktionalen Licht für die Haut- und Gesichtspflege gleich – etwa für die Rasur oder Kosmetik. In Kelvin bedeutet das:

Warmlicht (Wohlfühllicht) 2.700 bis 3.300 Kelvin
Mischlicht (Schminklicht) 3.400 bis 4.500 Kelvin
Kaltlicht (Kosmetiklicht) 4.600 bis 6.500 Kelvin

Lichtstärke / Candela

Lichtstärke wird in Candela gemessen. Von diesem Wert spricht man, wenn es um die Lichtintensität in eine bestimmte Richtung geht. Sie errechnet sich aus Lumen pro Raumwinkel. Vergleicht man beispielsweise ein birnenförmiges Leuchtmittel mit einem flachen Spot, ist der Lichtkegel bei einem Spot kleiner und konzentrierter, während die Birne das Licht mit einer viel größeren Reichweite abstrahlt.

Farbwiedergabeindex / CRI

Der Farbwiedergabeindex wird in CRI gemessen. CRI steht für Colour Rendering Index. Je höher dieser Wert ausfällt, desto realitätsnäher ist der Farbeindruck, den ein Leuchtmittel zulässt. LED im Allgemeinen haben CRI-Werte zwischen 85 und 93. Viele LED-Lösungen, die bei unseren Lichtspiegeln zum Einsatz kommen, erreichen einen CRI-Wert von über 90.

Lichtrichtung

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Dabei bestimmt die Richtung, aus der das Licht kommt, wo sich der Schatten bildet. Wenn das Licht bei einem Lichtspiegel von vorne oder aus seitlicher Richtung auf das Gesicht fällt, ist das Spiegelbild am besten ausgeleuchtet. Diese Anordnung der Leuchten erzeugt keine Schatten im Gesicht, so dass Oberflächenstrukturen und Formen gut sichtbar sind.

Ein zu diffuses Licht hingegen verursacht zu wenig Schatten. Es wird zwar vom Betrachter als angenehm empfunden, zum Schminken ist es jedoch ungeeignet. Strahlt das Licht senkrecht von oben ab, entstehen im Augen- und Kinnbereich starke Schatten. Diese Lichtrichtung ist darum am wenigstens geeignet für Make-Up und Kosmetik.

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