Mit der richtigen Beleuchtung durch die dunkle Jahreszeit

„Im Frühling kommen die Stühle vor das Haus, im Herbst werden sie zurückgestellt.“ Kennen Sie diesen Merkspruch für die Uhrenumstellung auf die Sommer- bzw. Winterzeit? Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit und wir stellen alle Uhren um eine Stunde zurück. Dann wird noch deutlicher, dass die Tage bereits viel kürzer geworden sind: Am Sonntag verschwindet die Sonne bereits gegen 17 Uhr hinter dem Horizont.

Zugleich wird mit dem schwindenden Tageslicht auch vielen bewusst, welchen Einfluss das Licht auf den menschlichen Körper hat und wie unser Wohlbefinden dadurch geprägt wird.

Das Licht bestimmt unsere innere Uhr

Tatsächlich ist es so, dass unser Tag-Nacht-Rhythmus – also der Zeitpunkt, zu dem wir müde oder wach werden – maßgeblich durch das Tageslicht bestimmt wird. Das Licht, das in unser Auge fällt, kurbelt verschiedene Hormone an. Ist es dunkel, wird vermehrt das Müdigkeitshormon Melatonin produziert. Im Laufe des Tages wird Melatonin abgebaut und verstärkt Serotonin ausgeschüttet. Serotonin ist auch als Glückshormon bekannt; es aktiviert unseren Körper und sorgt für gute Stimmung.
Wenn im Winter nun weniger Tageslicht vorhanden ist, sind viele Menschen müder und antriebsloser als sonst, denn unsere innere Uhr gerät aus dem Takt. Auch Depressionen können durch diesen Tageslichtmangel verstärkt werden.

Smarte Beleuchtungskonzepte unterstützen den Biorhythmus

Die gute Nachricht: Mit modernen Beleuchtungskonzepten lassen sich die Folgen des mangelnden Tageslichts abmildern. Ideal ist es dabei, wenn die künstliche Beleuchtung in den eigenen vier Wänden den Verlauf des natürlichen Tageslichts simuliert. So aktiviert helles Licht mit einem hohen Blauanteil am Morgen den Körper und macht uns wach. Am Abend sorgt warmes Licht mit einem hohen Rotanteil für Entspannung und lässt uns leichter einschlafen.

Eine wesentliche Rolle für ein angepasstes Beleuchtungskonzept nach diesem sogenannten HCL-Ansatz (Human Centric Lighting) spielt das Bad. Denn gewöhnlich starten und beenden wir dort unseren Tag. Da es im Winter zu diesen Zeiten noch oder bereits dunkel ist, kann eine optimierte Beleuchtung dabei helfen, unsere innere Uhr wieder in den richtigen Takt zu bringen.

Konkrete Tipps für die optimale Badbeleuchtung im Winter

  • Eine großflächige Allgemeinbeleuchtung simuliert den Himmel und versorgt uns mit genügend Helligkeit.
  • Kleine LED-Spots oder Lichtfugen setzen Akzente in der Badgestaltung und lenken den Blick zu speziellen Punkten. Das wirkt vor allem am Abend mit Warmlicht beruhigend und entspannend.
  • Kleine LED-Spots eignen sind auch ideal als Wegweiser für nächtliche Toilettengänge. Ohne von der kompletten Beleuchtung angestrahlt zu werden, findet man im Anschluss viel leichter zurück in den Schlaf.
  • Duale LED-Bänder helfen dabei, dem Körper jeweils die richtigen Lichtsignale zu senden, denn diese können von Kaltlicht auf Warmlicht umgestellt werden. Eine Dimmfunktion ist darüber hinaus hilfreich für die passende Lichtintensität: Am Morgen volle Lichtpower mit Kaltlicht zum Wachwerden, am Abend abgedimmtes warmes Licht zum Entspannen.

Das Licht folgt der Funktion

Neben der Taktung des Biorhythmus unterstützt ein optimales Lichtkonzept im Bad aber auch die konkrete Tätigkeit. Denn zum Beispiel verursacht die alleinige Nutzung des Deckenlichts beim Blick in den Spiegel Schlagschatten unter Augen, Nase und Kinn. Ideal für die Beleuchtung des Spiegels ist daher ein integriertes blendfreies Licht von der linken und rechten Seite. Bei Spiegelbreiten von mehr als 120 cm sollte zusätzlich ein horizontaler Lichtstreifen im oberen Bereich platziert werden, um das Gesicht optimal auszuleuchten. Auch die Lichtstärke ist relevant: Mindestens 300 – 400 Lux werden benötigt, um Nase, Mund und Augen detailliert betrachten zu können. Denn wer möchte schon mit Schminkrändern, übersehenen Bartstoppeln oder Hautunreinheiten in den Tag starten?

Je nach Tätigkeit oder Nutzung ist darüber hinaus auch die Lichtfarbe und die Helligkeit von Bedeutung: Für das Auflegen von Make-up wird eher Mischlicht benötigt. Kosmetische Anwendungen gelingen hingegen besser mit Kaltlicht, da hier Rötungen einfacher sichtbar sind. Für Entspannungsmomente oder dem schnellen Check des Abend-Make-ups empfehlen wir im Gegensatz dazu Warmlicht. Ein nutzerzentriertes Beleuchtungskonzept für das Bad lässt sich daher nicht nur passend zum Biorhythmus, sondern auch passend zum Anlass einstellen.

Smarte Badbeleuchtung für individuelle Ansprüche

Ein optimales nutzerzentriertes Beleuchtungskonzept unterstützt nicht nur den Tag-Nacht-Rhythmus, sondern passt sich auch an die verschiedenen Tätigkeiten im Bad an. Die unterschiedlichen Lichtquellen können über ein Smart-Home-System gekoppelt werden, damit im gesamten Raum die Lichtverhältnisse aufeinander abgestimmt werden und sich das Licht nicht vermischt.

Darüber hinaus hat jeder Mensch noch seine eigenen Bedürfnisse: Während die geborenen Frühaufsteher gerne in heller Beleuchtung in den Tag starten, brauchen die Eulen unter uns Menschen eher einen sanften Start mit gedimmten Warmlicht. Die Lösung dafür sind individuell einstellbare Lichtszenarien im gesamten Bad inklusive der Spiegelbeleuchtung. Ideale Ansprechpartner dafür sind erfahrene Fachleute für die Lichtplanung im Bad.

Sie benötigen eine individuelle Beratung für Ihr Beleuchtungskonzept? Kontaktieren Sie uns gerne. Wir helfen Ihnen, die richtige Lösung für Ihre Raumsituation zu finden.